DeckelKF2S
Aluform-Schleuder-offen

Werkstatt

ein kleiner Rundgang.....

Wie entstehen eigentlich neue Projekte und Modelle und wie wird dies umgesetzt? Eine kleine Einführung möchte ich mit dieser Rubrik “Werkstatt” geben; mit einem kleinen Rundgang über alle wichtigen Bearbeitungsschritte und Methoden.

Als erstes steht natürlich immer die Idee und Vorlage die man umsetzen möchte. Dann beginne ich mit dem Projekt wobei ich ausschliesslich alles ohne Notizen; Plan oder Konzept in Angriff nehme. Es wird ein Urmodell hergestellt - für die komplett neuen Modelle bediene ich mich hiermit wie bei fast allem den alten konventionellen Traditionen wie den modernen Verfahren. Das Urmodell wird komplett aus einem massiven Messing Block hergestellt; der mit der Kopierfräse und der CNC Fräse bearbeitet wird. Aus dem Urmodell werden dann die Formen erstellt; in Vergangenheit nutze ich die Möglichkeiten mit Silikon und Resine Abgüssen; davon habe ich mich zwischenzeitlich (immer noch nicht!) komplett getrennt. Arbeiten mit Resine bringt einige erhebliche Nachteile mit sich. Lange Zeiten benötigt man für die vielen Abgüsse; problematische Weiterverarbeitung beim lackieren und keine hohe Standzeit der Silikonformen. Mittlerweile stelle ich aus dem Urmodell sehr standfeste Formen her die es mir ermöglichen die Modelle im Kunststoff Spritzguss herzustellen. Wie ich dies herstelle kann ich hier nicht beschreiben; es sind jedoch keine aufwendigen Stahlformen denn dafür müssten Kupfer/ und oder Graphit Elektroden hergestellt werden um dies dann auf CNC Senkerodiermaschinen in Stahl zu erodieren. Stahlformen machen für mein Hobby auch keinen Sinn denn ich brauche keine mehrere hunderttausende Abgüsse. Die von mir hergestellten Formen werden dann auf einer kleinen Spritzgussmaschine montiert; einer Arburg Allrounder A 170 CMD.

Links eine meiner alten Formen für den Resine Guß; die auch als Schleuderguss Form genutzt werden kann. Hiermit stelle ich mir Teile her die sehr passergenau sein müssen.

Belichter

Sind die Abgüsse hergestellt dann kommen die weiteren Arbeiten der grafischen Umsetzung; dies geschieht mittlerweile auf zwei separaten neuen Rechnern. Hier arbeite ich mit verschiedener Software wie Corel; Photoshop; etc....

Nun kommen die Entwürfe bzw. Reinzeichnungen in die Druckvorstufe; auf einen weiteren Server auf dem dann die Filme separiert und ausgegeben werden. Dies ist immer noch ein Agfa Belichter mit Hardware RIP ausgegeben im Postscript Level II Format.

Die belichteten Filme werden dann auf einer Entwicklermaschine vollautomatisch oder bei kleinen Filmen kann man dies auch per Handbecken entwickeln und dann zum trocknen aufhängen. Mit diesen Offset Filmvorlagen kann man dann die Tampondruckplatten belichten; bei Siebdruck muß ein entsprechender (gespiegelter) Siebdruckfilm vorher ausgegeben werden. Dies wird dann wieder in einem UV Belichter oder Kontakt Kopierrahmen belichtet; ausgewaschen; getrocknet etc.

Druckmaschine

So wird dann alles fertig für das eigentliche drucken; in nächster Zeit werde ich einen großen Siebdrucktisch in Betrieb nehmen für den Druck speziell von Flipper Spielflächen. Die Modelle werden überwiegend im Tampondruck bedruckt; lediglich große glatte Koffer kann man auf einer kleinen Siebdruckmaschine bedrucken sowie die Bedruckung von Decals und Naßschieber.

Bildübernahme3
Sata

Lackiert wird übrigens immer noch mit dieser Lackierpistole; angeschafft 1986; hat seit vielen Jahren schon eine neue Pistole (gleiches Modell was es mittlerweile nicht mehr gibt ) als Ersatz hier liegen....... jedoch die “Alte” will nicht in Rente gehen...... :-)

Nach dem Druck steht dann die Montage der Modelle; die können und werden dann noch mit vielen Details versehen; z.B. offene Türen; zusätzliche Auspuffanlagen; Figuren im Fahrerhaus.... es sind alle Möglichkeiten vorhanden dann noch schönere und exclusivere Modelle zu bauen.

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